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05.11.2020

Forderung der AKDB-Vorstände

Ein Wettbewerb um die beste OZG-Lösung

(Quelle: Vitako-Branchenticker Nr. 41 - Berlin, den 30. Oktober 2020)

Im Interview mit dem Newsletter „Tagesspiegel Background Digitalisierung & KI“ fordern die AKDB-Vorstände Rudolf Schleyer und Gudrun Aschenbrenner, dass vorhandene Strukturen im OZG-Umsetzungsprozess besser berücksichtigt werden sollten.
Bestehende Lösungen könne man durch die Konjunkturgelder weiter ertüchtigen und etwa deren Nutzerfreundlichkeit verbessern.  Dadurch seien auch Mittelständler und Private besser einzubinden und Lösungen potenziell schneller und reibungsloser zu finden, erklärte Schleyer.


Wenn es für jede digitale Verwaltungsleistung jeweils aber nur eine Lösung geben soll, die in der ganzen Republik zum Einsatz kommt („Einer-für-alle“), würde der Wettbewerb größtenteils ausgeschaltet. Schleyer: „Im schlimmsten Fall wenden wir hier ganz viel Geld auf und am Ende bleibt der IT-Flickenteppich trotzdem bestehen, weil die funktionierenden Ergebnisse ausbleiben.“ Es gehe aber auch anders: „Digitale Verwaltungslösungen können auch im Wettbewerb zueinander stehen und müssen auch nicht alle mit Milliardenbeträgen bezahlt werden, sondern es würde etwa auch reichen, wenn wir bestimmte Förderquoten für Leistungen festlegen." So blieben Marktmechanismen einigermaßen in Kraft.


Weitere Herausforderungen lägen in der Weiterentwicklung und Pflege von Online-Services, sagte Aschenbrenner. „Jede Kommune hat ihre eigenen Prozessabläufe und ihre eigenen Strukturen – es wird immer Spezifikationen brauchen. Auch zwischen städtischen und ländlichen Räumen gibt es Unterschiede.“ So könnte es zwangsläufig zu Parallelentwicklungen kommen, in einem Umfeld in dem niemand wisse, was er dürfe und was nicht, so Aschenbrenner. „Wenn man das alles ein bisschen offener gestaltet, würde es vielleicht besser funktionieren."

Quelle: Vitako-Branchenticker Nr. 41 - Berlin, den 30. Oktober 2020