Seiteninhalt
17.12.2020

Ergebnis der virtuellen High-Level Konferenz

Berliner Erklärung zur Digitalen Gesellschaft und wertebasierten digitalen Verwaltung 

(Quelle: Vitako-Branchenticker Nr. 47 - Berlin, den 11. Dezember 2020)

Die für Verwaltungsdigitalisierung zuständigen Ministerinnen und Minister der EU-Mitgliedstaaten haben im Rahmen einer virtuellen High-Level Konferenz in der vergangenen Woche die „Berlin Declaration on Digital Society and Value-Based Digital Government“ offiziell verabschiedet. Die sogenannte „Berliner Erklärung“ enthält gemeinsame Leitlinien zur digitalen Transformation in Europa, ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft und Chancen für die Zukunft.
Um eine wertebasierte digitale Transformation zu ermöglichen, haben sich die unterzeichnenden Staaten auf konkrete Maßnahmen bis zum Jahr 2024 verständigt, unter anderem im Bereich der digitalen Souveränität ihrer Verwaltungen, zur Förderung zivilgesellschaftlicher Teilhabe, zu digitaler Inklusion und Selbstbestimmung. Grundlage sind die gemeinsamen Rechte und ethischen Werte, auf denen die Europäische Union beruht. Insbesondere geht es um folgende sieben Maßnahmen:

  1. Stärkung der Grundrechte und demokratischer Werte in der digitalen Welt
  2. Förderung sozialer Teilhabe und Inklusion
  3. Förderung digitaler Kompetenzen und „digital literacy“
  4. Stärkung des Vertrauens in die digitale Verwaltung
  5. Stärkung der digitalen Souveränität und Interoperabilität in Europa
  6. Schaffung wertebasierter und menschenzentrierter KI-Systeme für den öffentlichen Sektor
  7. Förderung der Resilienz und Nachhaltigkeit

Die Berliner Erklärung knüpft damit an die Tallinner E-Government-Erklärung aus dem Jahr 2017 an (Tallin Declaration on eGovernment).